Montag, 27. Februar 2012

Hollywood im Schnelldurchlauf

Es ist Sonntag. Nacht. In Istanbul. Zwei einsame Gestalten laufen an durch den Nieselregen. Sie unterhalten sich. Scheinbar sind sie auf dem Nachhauseweg. Woher und wohin kann man nur ahnen. Ein taxi steht am Straßenrand. Die beiden Gestalten steuern darauf zu. Schon versucht die größere der Beiden, die Tür zu öffnen. Doch dann bemerken sie, dass der Fahrer schläft. Also gehen sie weiter, scheinbar auf der Suche nach einem anderen Taxi. Kurz vor einer großen Kreuzung gelingt es ihnen dann, ein solches anzuhalten. Sie steigen ein und sagen dem Fahrer, wohin sie wollen. Dieser dreht sich wieder um, setzt den Blinker und fährt los, an einigen anderen, am Straßenrand wartenden Taxis vorbei. Und damit nahm das Geschehen seinen Lauf. Die beiden Gestalten ahnten nicht, welche Ereignisse sie in Gang gesetzt hatten und welche Abenteuer sie in den nächsten Minuten erwarten würden...


Klingt wie der Anfang eines schlechten Hollywood-Actionfilmes? Hat sich auch so angefühlt... Michael und ich waren also auf dem Nachhauseweg. Wir hatten Abends bei Teresa gekocht und Tatort geguckt. (Mein erster Tatort seit einem Monat!! Der war aber echt tragisch...) Da nachts die meisten Busse nicht mehr so fahren, dass man superbequem nach Hause kommt, wollten wir ein Stück laufen und dann mit dem Taxi nach Hause fahren. Taxis gibt es hier nämlich überall. Und überall heißt wirklich überall. Wenn nachts 5 Autos an einem vorbeifahren, sind 4 davon Taxis. Außerdem sind sie wirklich ziemlich billig, vor allem, wenn man zu mehreren fährt. Ich fühle mich damit zwar immer noch reichlich dekadent, aber ich bin glaube ich in dieser Stadt schon genau so viel Taxi gefahren wie in den letzten 22 1/2 Jahren. Wie dem auch sei, wir wollten also Taxi fahren. Und sind in dieses Taxi eingestiegen. Was wir nicht wussten: etwa 20 Meter weiter war ein Taxistand, an dem mehrere Taxis standen und auf Fahrgäste warteten. Wir hatten die einfach nicht gesehen. Die Taxifahrer hatten uns aber sehr wohl gesehen. Und waren jetzt stinksauer auf diesen erhlosen Taxifahrer, der ihnen die Fahrgäste vor der Nase wegschnappt. Als wir an ihnen vorbeifuhren, fingen sie an, wild zu gestikulieren und rumzubrüllen. Ich hab ihn zwar nicht verstanden, aber es klang ganz eindeutig nicht nett. Als wir vorbeigefahren waren, hat es plötzlich einen lauten Schlag getan. Irgendjemand hatte etwas (dem Klang nach sehr Hartes) nach unserem Taxi geworfen. Und unser Taxifahrer sah wirklich sehr nervös aus und hat immer wieder nach hinten geguckt. Was mich dazu verleitet hat, das auch zu tun. Unglaublich! Dieser rasende Taxifahrer stieg also in sein Taxi und fing an, uns zu verfolgen. Und zwar unter manischem Gebrauch der Licht- und der normalen Hupe. Und plötzlich fuhr er neben uns auf der Fahrerseite her, kurbelte das Fenster runter und brüllte weiter. Und dann fing er an, uns seitlich abzudrängen. Schluck. Unser Taxifahrer unterdessen tippte auf seinem Handy rum. Ganz offensichtlich rief er die Polizei an, denn etwa 20 Sekunden später (der andere Taxifahrer war inzwischen zurückgefallen) hielten wir neben 2 Polizeiwagen an. (Wo die immer herkommen... Wenn es etwas in dieser Stadt gibt, dass mit ähnlicher Häufigkeit anzutreffen ist, wie Taxis, dann sind es Polizeiautos.) Wir stiegen aus, er fing an, mit den Polizisten zu reden und wir standen etwas von den Socken im Regen. Unser Taxifahrer fuchtelte aufgebracht mit den Armen und erzählte in Richtung des Taxistandes gestikulierend, was passiert war. Und dann kam noch ein Polizeiauto. Und noch eins. Der Taxifahrer bat uns, wieder einzusteigen. Dann kam noch ein Polizeitauto. Und wir saßen da, währen der Fahrer und die Polizisten immer wieder um das Taxi herumliefen, um zu sehen, ob es irgendeinen Sachschaden gab. Und so weiter. Und so weiter. Irgendwann beschlossen wir dann, uns einen anderen Weg  nach Hause zu suchen. Der arme Taxifahrer, offenbar lag ihm sehr viel daran, uns durch die Stadt zu fahren. (Aber nicht verwunderlich, bei der Konkurrenz... Und wenn Fahrgäste in dieser Stadt so begehrt sind, dass man einen solchen Kleinkrieg wegen ihnen anfängt...) Naja, jedenfalls sind wir dann erst mal wieder zurückgelaufen, allerdings durch kleinere Seitenstraßen. Wir wollten nicht wieder den Typen an dem Taxistand begegnen. Und dann sind wir also einfach noch ein bisschen weiter gelaufen. Was dabei sehr auffällig war: Überall war plötzlich Polizei. Und die haben ungelogen jedes Taxi, das ihnen begegnet ist, angehalten und kontrolliert. Und in was für einem Ausmaß! Polizeiautos, Motorräder, Polizisten, wohin man auch blickte! Und das alles, weil wir einen Taxistand übersehen hatten... Das war schon schräg! Von uns wollten die Polizisten übrigens nur wissen, wo wir herkommen. Dann waren wir ihnen schnuppe. Wir haben jedenfalls schlussendlich einen sehr netten und besonnenen Taxifahrer getroffen, der uns sicher und ohne wilde Verfolgungsjagden à la Hollywood nach Hause gebracht hat.
"Ein Abenteuer", würde meine Mama sagen!

Freitag, 10. Februar 2012

Uuuuups....

Na sowas.... wie unangenehm!
Mir ist heute was ganz... Unerfreuliches passiert. Aber irgendwie auch was Lustiges. Und ich hatte Glück. Auf Kosten einer anderen Person.
Der Reihe nach...

Ich war heute mit Lotte Çay trinken. Wir waren erst in einem seeeeehr seeeehr netten Café. Ganz klein und gemütlich, wie in einem Wohnzimmer. Dann sind wir ein bisschen weitergelaufen und direkt im nächsten netten Café gelandet. (Ja, ich bin auf Erkundungstour. Die netten Cafés werden nicht lange sicher sein vor mir!) Da haben wir dann auch direkt Julia, ein spanisches Mädchen, getroffen. (Echt Wahnsinn... dafür, dass diese Stadt so riesig ist, ist sie echt klein. Ich kenn ja noch nicht so viele Leute, aber ständig trifft man irgendwen zufällig! Aber naja, es sind dann halt auch bestimmte Ecken, in denen man als junger (Erasmus-)Mensch so unterwegs ist....)
Jedenfalls haben wir da noch einen Çay getrunken und ein bisschen Tavla gespielt und wollten dann irgendwann wieder los. Ich wollte vorher noch mal auf die Toilette. Leichter gedacht als getan, die Tür ging nämlich nicht zu. Da kam die nette Bedienung im Café auch schon herbei geeilt, um mir behilflich zu sein. Sie meinte, ich müsste kräftig gegen die Tür drücken und wollte das gerade mal von außen demonstrieren. Also hat sie mit einem kräftigen Ruck an der Tür gezogen und - hielt die Türklinke in der Hand. Alles nicht weiter dramatisch, sie meinte dann, ich müsste das halt von innen tun. "Like this." Und mit diesen Worten betrat sie die Toilette, schloss die Tür, ruckte noch einmal von innen, schloss ab, und zu war die Tür. Als sie wieder rauskommen wollte, war die Tür allerdings hartnäckig weiter zu....... Oh oh! Da standen wir also, Lotte und ich vor dem Klo und das arme Mädchen drinnen, und die Tür bewegte sich keinen Millimeter.... Kurz darauf kamen die beiden anderen, die gerade in dem Café gearbeitet haben, mit allerlei Werkzeug angerannt und dann wurde die Tür mit Schraubenziehern und Zangen bearbeitet... Aber... nichts!
Und ich stand daneben und hab mich sehr beschämt gefühlt, weil sie ja nur wegen mir da rein gegangen ist. Und gleichzeitig froh, dass nicht ICH da drinnen war... Naja, jedenfalls wollten Lotte und ich dann auch nicht einfach gehen.... Aber tun konnten wir ja auch nicht wirklich was... Irgendwann kam das eine Mädchen dann aber auf eine grandiose Idee. Sie verließ das Café und tauchte fünf Minuten später mit einer neuen Türklinke in der Hand auf. Und schwupps - einen Augenblick später stand die Gefangene wieder vor uns und alle konnten lachen. Na sowas.......

Freitag, 3. Februar 2012

Dienstag, 31. Januar 2012

Links und rechts vom Bosporus.

Aaaah! Da habe ich eben studenlang geschrieben und jetzt? Alles weg.... Nein.... Jetzt bekommt ihr meine erste Woche in Kurzform! Grrr....

Also. Die erste Woche ist vorbei. Und war schön. Tschüss!

Blick von der Fähre. Und von Asien nach Europa.

...

Na, ich werde mich mal durchringen.
Die erste Woche war wirklich schön. Und aufregend. Und ging so unglaublich schnell vorbei...
Nachdem ich am ersten Abend gleich in die erste Erasmus-Party reingestolpert bin (mitsamt meinem Gepäck, die war nämlich bei Alex zuhause. Und bei Alex habe ich ja auch die erste Woche gewohnt [Danke nochmal!!] ), habe ich die nächsten Tage fleißig mit Wohnungssuche verbracht. Was ganz schön langwierig war. Zumindest die "Anreise". Alex wohnt nämlich in Kadıköy. Das ist auf der asiatischen Seite. Meine Uni ist aber auf der europäischen Seite und mit Fähre, Laufen und Metro (und für Dinah typischem Verlaufen... Aber so sieht man immerhin viele interessante Orte!) braucht man da gut und gerne 1 1/2 Stunden, bin man sein Ziel erreicht. Ich habe also nach Wohnungen rund um Taksim, das Zentrum des europäischen Istanbuls, gesucht. 

Vielleicht erst mal ein paar Eindrücke aus genau dieser Gegend:




Taksim


... Menschen... überall...


Jamm jamm jamm...


Mehr Jamm jamm jamm...


Blick auf meine Uni!


Meine Uni hatte mir eine Mail mit Tipps zum Wohnungssuchen geschickt. Darin gab es eine Auflistung mit Stadtteilen, in denen man so wohnen könnte. Und zwar in nach Empfehlung absteigender Reihenfolge. Und dann gab es noch folgende Bemerkung: 

"Notice that Tarlabasi, Dolapdere, Omer Hayyam and Kurtulus are places where we strongly don't recommend to live!"  
(lustigerweise ist mein Campus in Dolapdere!)

Ich habe mir also fleißig Wohnungen in den empfohlenen Gebieten angeguckt. Und fand sie... nett. Also, in 20 Jahren würde ich da sicher gerne wohnen. Schöne Wohnungen, nette Leute, saubere und ruhige Gegenden. Aber... so... na, ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Langweilig passt nicht, still auch nicht, hm... "gesetzt" vielleicht... Am Ende hatte ich zwei Wohnungen in der engsten Auswahl (und hab dann auch nicht mehr weiter gesucht, dieses Rumgefahre und Angegucke und Angegucktgewerde hat mir ganz schön zugesetzt...). Und zwar... in Tarlabaşı und am Rand von (oder auch in, das ist glaube ich Definitionssache....) Dolapdere (Selbst wenn es nicht IN Dolapdere ist, dann ist es Kurtuluş).
Wenn man über diese beiden Stadtteile redet, hört man immer "Nein! Geh da nicht hin! Da ist es so gefährlich! Du wirst ausgeraubt!" Tatsächlich handelt es sich um ärmere Stadtteile. Hier wohnen vergleichsweise viele arme Roma und Kurden und vielleicht sollte man als Frau nicht mutterseelenalleine in tiefster Nacht in der dunkelsten und verwinkeltsten Gasse rumlaufen. Oder seinen Computer auf einem Silbertablett mit roten Neonpfeilen vor sich her tragen. Oder gar beides zusammen. Aber wo sollte man das schon? Würde ich in Berlin auch nicht machen. Und dafür sieht man hier mehr! Nicht nur Touristen und nicht nur Starbucks Coffee und Burger King und Diesel. Keine Wägelchen, die Touris irgendwelchen Kram andrehen. Hier spielen Kinder auf der Straße, Leute sitzen vor ihren Läden und man kann viel besser seine paar Brocken Türkisch in die Welt schleudern.
Jedenfalls wohne ich jetzt in Dolapdere / Kurtuluş. Und zwar mit zwei türkischen Jungs, Sinan und Teoman. Und trinke jede Menge Çay, türkischen Schwarztee. Mit jeder Menge Zucker. (Ich werde mit Zuckerschock und Karies nach Deutschland zurückkehren...) Und spiele Tavla (Backgammon). Und lerne etwas über türkische Alltagsküche (Nudeln mit Joghurt und in Olivenöl erhitzem Paprika-Pulver und Nane [Minze] ). Wow, und das alles seit... gestern Abend! Juhu!

Sinan, Dinah, Teoman

Heute habe ich mich dann auf Erkundungstour in der Gegend gemacht. Beziehungsweise: Ich wollte zu einer Sprachschule, um mich für meinen Türkischkurs anzumelden (3 mal die Woche, je 3 Stunden.... Oj!) und habe beschlossen, da einfach hin zu laufen. Damit ich gleich was von der Gegend sehe. (Und da ich mich - was auch sonst - verlaufen habe, hab ich gleich noch mehr gesehen.)






Gefährlich kam es mir nicht vor... Aber es war ja auch tagsüber. Oh, ich lüge! Es war total gefährlich! Und zwar wegen des Schnees... Als ich Dienstag das erste mal die Stadt erforscht habe, war wunderbares Wetter. Sonnenschein, klarer Himmel, und ganz warm. Aber am Abend hat es dann erst krass gestürmt (wir sind fast weggeweht worden...) und dann angefangen zu schneien. Und seitdem hat das mit dem Schnee nicht mehr aufgehört. Jetzt muss man dazu sagen, dass Istanbul sehr (!) bergig ist. Allerdings sind die Straßen nicht für schlechtes Wetter gemacht. Es gibt kaum ordentliche Abflüsse. Und sobald ein bisschen Schneematsch liegt, kann man die Straßen eher runterschlittern als runtergehen. Oder man kann auf die Schnauze fliegen. Auch schön. So bin ich also heute im Schneckentempo die Berge runtergetapert... Aber man kann nicht leugnen, dass Istanbul im Schnee sehr schön ist! Seht selbst:











Dienstag --> Montag

Soweit erst mal von mir... Es gibt jede Menge mehr zu erzählen, aber ihr müsst es ja auch lesen... Und ich bin müde... und brauche ja noch Material für die nächsten Einträge!
Also, iyi geceler!

Mehr Fotos gibts hier:
Links und rechts vom Bosporus

Sonntag, 22. Januar 2012

Goodbye, Deutschland

Es ist soweit. Morgen früh treffe ich RTL und dann geht die Reise los, auf Schritt und Tritt begleitet mich die Kamera und zeichnet mein Abenteuer im wilden Orient auf. Wie ich verzweifelt aber unerschrocken und tapfer mit wilden Tieren ringe. Wie ich auf der Suche nach etwas zu Essen durch die Straßen irre. Wie ich dann elendig in einer Ecke sitze, mit extra rotem und angeschwollenem Gesicht (dem Team von der Maske sei Dank) und erzähle, dass es alles so schwer ist und ich es mir ganz anders vorgestellt habe (an der Stelle schwenkt der Mann hinter der Kamera ein Schild auf dem steht "jetzt laut schluchzen und mit Taschentuch das Gesicht wischen). Ich schluchze laut und wische mir mit einem Stofftaschentuch (rosa, mit Bären drauf. Habe ich von zuhause mitgebracht. Sehr sentimental, dieses Auswandern...) das Gesicht.


...


Ok, nein, kein RTL. Ich werde nicht berühmt. Trotzdem gehts morgen los!
Morgen mittag besteige ich in Tegel (!!) das Flugzeug (Turkish Airlines) und fliege los in Richtung Istanbul. Zurück zum Bosporus! Dieser Fluss hat mich im Sommer schon verzaubert.... Das ist schon ein anderer Charme als die Spree... der Bosporus! (Wie schrieb Antonia so schön in mein Fotoalbum? "Inbegriff der Ferne") Bei dem Namen fangen meine Gedanken gleich an zu fliegen... Und schon packt mich das Reisefieber!
Obwohl ich ansonsten erstaunlich (wenn nicht gar erschreckend) entspannt bin. Irgendwie ist die Tatsache, dass ich morgen schon nicht mehr hier bin, noch nicht von meinem Kopf in meinen Bauch gewandert. Wahrscheinlich, weil ich mir noch so gar kein Bild von dem machen kann, was da auf mich zukommt. Meine Zeitrechnung endet quasi morgen um 14.40 (Ah, gut, dass ich dran denk... ich muss mal mein Ticket ausdrucken!!) und danach ist einfach... nichts. Einige von euch haben diese Beschreibung ja schon von mir gehört, aber ich finde sie einfach am treffendsten, um zu erklären, was gerade in mir vorgeht: Ihr erinnert euch an die Unendliche Geschichte? An das Nichts? An die Erklärung, man könne das Nichts nicht angucken, weil da eben... nichts ist? Kein Loch und auch nicht einfach schwarz oder verschwommen oder so, sondern einfach nichts. Genau so geht es mir mit allem, was ab morgen Abend (18.25 Uhr, um genau zu sein), passiert. Und weil ich so gar keine Idee hab, hab ich wohl auch keine Angst. Ein bisschen ungewöhnlich für mich. Aber auch schön. Das Ganze führt nämlich dazu, dass ich die letzten paar Tage einfach nur im Jetzt gelebt habe. Netter Nebeneffekt, wenn man gar nicht an die Zukunft denken kann. Und das tue ich ja sonst sehr intensiv, um nicht zu sagen ständig. Eine ganz spannende Erfahrung also, mal so richtig im Augenblick zu sein. Man ist tatsächlich deutlich entspannter, wie ich festgestellt habe.
Mein Rucksack jedenfalls ist gepackt. Über zu viel Gewicht muss ich mir keine Gedanken machen. Turkish Airlines erlaubt mir 30kg, mein Rucksack ist  p r o p p e n v o l l   (da geht nicht mal mehr ein Zahnstocher rein) und ich bin jetzt bei 16,3kg. An warme Pullis und Schuhe hab ich gedacht (diese Woche gabs in Istanbul Schnee!), die Sommersachen sind vorsorglich meinen Eltern mitgegeben worden (und kommen somit Anfang April zu mir, sehr gut), genug Schlüpfer hab ich auch, Passfotos hab ich gemacht (ok, ich hab nur 7... Meine Uni meinte, ich soll 12 mitbringen... halte ich für übertrieben...), die Reiseapotheke samt Imodium ist gut verstaut und der Kauderwelsch Türkisch sicher in meinem Rucksack untergebracht. Akkus sind geladen, Ladegeräte (und die Geräte selbst) eingepackt... Kann noch was schief gehen? Wie sagte mein Papa mal so schön: "Perso und Geld, alles andere kann man kaufen" ... Ich guck lieber noch mal nach meinem Reisepass! Japp, ist da. Puh. 


Kann losgehen!




Und dann hab ich erst mal zwei Wochen Zeit zum Ankommen! Zum Wohnug suchen und Stadt erkunden. Herrlich. Am 06. Februar geht dann die Uni los, mit Erasmus Orientation Day und so. Meine Uni ist sowas von gut organisiert, seit Wochen schon hab ich das Programm für den Tag und Listen mit Kursen und Fristen und ne Übersicht über meine Semestertermine... (hab schon mal so flüchtig reingeguckt...) und ich bekomm meinen eigenen Erasmus buddy der mir die Uni zeigt und mir alles erklärt und so... Jeah! Dann kann ja eigentlich nix mehr schief gehen. 


Also, ich verabschiede mich. Ich lass von mir hören, auf alle Fälle hier und auch so :) Lasst ihr auch von euch hören, schreibt mir ganz viel, Emails, Briefe, Geschenkpakete (ganz besonders Geschenkpakete), und ich werde mit Sicherheit auch meinen Skype-Account reaktivieren! Falls ich zwischen den 20 Millionen (ja, 20 000 000) Istanbulern nicht verloren gehe! Bei mir isses dann übrigens tatsächlich ne ganze Stunde später als bei euch, also klingelt mich bitte nicht mitten in der Nacht aus dem Bett.... Man weiß ja nie...


So, dann werde ich jetzt mal den letzten Abend in Berlin einläuten... Mit was?




Tatort! (auf Türkisch: olay yeri)


http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9271966

Donnerstag, 17. November 2011

"Faszyzm nie przejdzie!" - Nazi-Blockade Polish Style

Etwas verspätet... egal!

Sonntag, 13. November, 10.15 Uhr. Ich sitze in einem  knallroten Bus, in den ebenfalls knallroten Sitz aus Plastikleder gekuschelt (wirklich sehr bequem) und fahre von Warschau Richtung Berlin. Der Bus ist zwar rappelvoll, aber das wird sich hinter Poznań sicher ändern – auf der Hinfahrt hatte ich zwischen Berlin und Poznań quasi den Bus fast für mich alleine. Sogar das WiFi funktioniert. (Anders als auf der Hinfahrt.) Was für ein Luxus!
Wieder mal nach Warschau. Aber das erste Mal mit dem Bus. Dauert zwar ein bisschen länger als mit dem Berlin-Warschau-Express (10 ½ Stunden...), ist dafür aber auch ungleich viel billiger. Und man kann die schöne polnische Landschaft und die Bauarbeiten an der Autobahn beobachten. Letzteres zumindest auf den ersten Kilometern hinter der Grenze, dann ist es damit auch wieder vorbei. Ob das was wird mit Polen und der Autobahn bis zur EM? Ich glaube es ja nicht... Und die neue U-Bahn-Linie in Warschau? Und überhaupt, die Stadien?  (Das in Warschau ist jetzt glaube ich sowas wie fertig...)
Aber in den Stadien ist die EM ja ohnehin nicht besonders willkommen. Sowohl in Polen als auch in der Ukraine wüten die Hooligans jetzt schon über die Fußballfans, die von überall her in ihre Stadien strömen werden. Wie soll man denn da in Ruhe seine Prügeleien während und nach dem Spiel führen? Und überhaupt... Auf einmal interessiert sich die polnische Politik für die Hooligans. Die würden bei der EM natürlich einen sehr schlechten Eindruck beim internationalen Publikum hinterlassen. Also versucht man, ihrer schon jetzt Herr zu werden. Wohl das nächste aussichtslose Vorhaben...
Die polnischen Hooligans... Ein Thema für sich. Eine in höchstem Maße politische Szene. Eine in höchstem Maße rechtsextreme Szene. Bis auf zwei sind alle Fanclubs der ersten und zweiten Liga politisch, und zwar rechts. Sagt Jacek Purski von der antirassistischen Initiative “Nigdy Więcej“ (“Never Again“). In den Stadien schwingen sie Flaggen mit rechtsextremen Symbolen, von der Schwarzen Sonne bis hin zum Hakenkreuz. Sie brüllen rassistische und antisemitische Parolen. Um andere Fußballclubs herabzusetzen, wird ihr Logo in einem Davidsstern an Wände gesprüht. Die Hooligans tragen ihre Hass gegen Ausländer, Homosexuelle, Juden und eigentlich jede andere Subkultur offen zur Schau. Und leider sind auch brutale Übergriffe keine Seltenheit.
Auch wenn diese in Polen kaum in offiziellen Statistiken erfasst werden. Warum? Die Politik interessiert sich nicht besonders für rassistisch motivierte Gewaltverbrechen. Doch Gott sei Dank wachsen in Polen die NGOs wie zum Beispiel die Gruppe “Nigdy Więcej“, die sich unter anderem dieser Aufgabe angenommen haben.
Und noch eine Aufgabe haben diese und andere Gruppen übernommen. Und damit kommen wir nun zu einem der Gründe, warum ich gerade im (knallroten) Bus sitze.
Freitag war der 11. November. Das heißt, in Polen war ein gesetzlicher Feiertag. Um genau zu sein: Der polnische Nationalfeiertag. Gefeiert wird die Zweite Polnische Republik, ausgerufen 1918. Und an diesem Tag findet in Warschau seit den Neunziger Jahren ein „Marsch der Unabhängigkeit“ statt. Klingt schön, nicht wahr? Was sich dahinter verbirgt, ist die größte Nazi-Demo Polens. Letztes Jahr marschierten zwei- bis dreitausend Flaggen schwingende und Parolen skandierende Menschen durch die Stadt. Und dieses Jahr? Zehntausend... Ihr Ziel ist für gewöhnlich das Denkmal Roman Dmowskis. Dmowski war an der Gründung der Zweiten Republik beteiligt. Seine Ideen von einem unabhängigen Polen eckten jedoch mit denen Piłsudskis an – noch konservativer, noch nationalistischer. Ein ethnisch und religiös homogenes Polen; polnisch und katholisch.
Zurück zum Polen der Gegenwart. Es wäre nun verkehrt, zu sagen, dass da zehntausend Nazis marschiert sind. Dass die Marschierenden aber allesamt zum nationalistischen Lager gehören, kann man wohl sagen. Dass sie fremdenfeindlich sind auch. Gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen und die Emanzipation der polnischen Frauen. Wenn das nicht schon Genug Grund zum Protest ist.„Polska jest tylko biała („Polen ist nur weiß“) – das ist einer der oft gehörten Slogans an diesem Tag.
Warum unternimmt seit Jahren niemand etwas gegen diese Demonstrationen? Nun, dass niemand etwas unternimmt, stimmt so nicht. Die Politik unternimmt nichts. Und das verwundert nicht, wenn man sich die polnische politische Landschaft mal etwas genauer anguckt.
Die politische Rechte ist in Polen erschreckend akzeptiert. Neben der im Untergrund agierenden faschistischen Szene gibt es viele öffentlich-politische Akteure, die dem nationalistischen Lager zuzuordnen sind. Und dabei geht es nicht nur um kleine Randgruppen. Die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość, PiS), die mit Lech Kaczyński bis Oktober 2007 die Regierung stellte, fällt selbst mit populistischen und nationalistischen Äußerungen auf. Und nicht nur das. Die Partei schloss auch Koalitionsverträge mit der Liga Polnischer Familien (Liga Polskich Rodziń, LPR), einer katholisch-nationalistischen Partei, die offen gegen Juden und Schwule hetzt. Auch ist die LPR einer der Mitorganisatoren des Marsches am 11. November. Ebenfalls beteiligt sind Gruppierungen wie die Partei Nationale Wiedergeburt Polens (Narodowe Odrodzenie Polski, NOP), das Nationalradikale Lager (Obóz Narodowo-Radykalny, ONR) oder die rechtsextreme, militante Jugendorganisation Allpolnische Jugend (Młodzież Wszechpolska). Namen, die einen aufhorchen lassen.
 Und die Partei, die vergleichbar ist mit den deutschen Grünen? Die bekommt in Polen unter einem Prozent der Stimmen.
Doch trotzdem stellen sich Menschen diesem Aufmarsch in den Weg.
In den letzten Jahren hat sich ein netzwerkübergreifendes Bündnis gebildet, mit dabei die Gruppe ”Never Again”. Ihr Ziel ist es, den Aufmarsch den Nazis keinen Raum zum Marschieren zu bieten. Zu blockieren. Ähnlich, wie dies seit mehreren Jahren am 14. Februar in Dresden geschieht. Und się haben Erfolg. Vor zwei Jahren nur ein kleiner Haufen Demonstranten, gingen letztes Jahr bereit 4000  Menschen auf die Straße. Die Nazis konnten ihre geplante Route nicht beibehalten. Die Menschen jubelten.
Dieses Jahr war ich nun also mit dabei. Beinahe so was wie ein Zufall. Ich wollte eh nach Warschau fahren, um Ania zu besuchen. Und nach intensivem Studium unserer beider Terminkalender hat sich herausgestellt, dass dieses Wochenende eigentlich das einzige ist, das uns beiden passt. Und ein bisschen später ist mir aufgefallen, dass ich dann ja am 11. November in Warschau bin. Passend.
Und noch passender, dass meine Freundin Agnieszka und ihre Freunde auch zu der Blockade wollten. So war ich nicht alleine.
Also, wie sah das aus?
Wir waren leider recht wenige – vielleicht 2000 Gegendemonstranten. Ein bunter Wagen mit Rednern, viele pinke Tücher, eine sehr nette Sambagruppe, ein Strandball, Musik. Reden werden gehalten. Polens Unabhängigkeit ist bunt, die Faschisten kommen nicht durch. „Ich bin hier, weil ich glaube, dass ein freies Land in der Lage sein muss, freundlich gegenüber allen Menschen zu sein“, sagt Agnieszkas Freundin Sonja. „Und weil ich an einem friedlichen Protest teilnehmen wollte.“
Auch Politiker sind vertreten. So etwa der erste schwule Abgeordnete Polens, Roman Bierdron, oder die weltweit erste transsexuelle Abgeordnete Anna Grodzka (und das in Polen!). Auch sonst ist die Menge erfreulich bunt gemischt – wenn man ihr auch eine Zugehörigkeit zur gebildeten, eher links ausgerichteten Bevölkerung nicht absprechen kann. Aber hier stehen Politiker neben Antifaschisten, Hetero- neben Homosexuellen, Studenten beobachten, wie zwei ältere Damen fröhlich mit ihren Transparenten im Kreis tanzen. Sogar „Bella Ciao“ gibt es auch auf polnischen Demos, wie ich zu meiner Begeisterung festgestellt habe. Alles wie bei uns.
Auch die Polizisten sehen aus wie bei uns: Sie sind ganz viele, dick gepanzert, haben, haben Schutzschilde und Pfefferspray-Pistolen dabei und irgendwo im Hintergrund stehen die Wasserwerfer. Aber Moment mal: Da gibt es doch einen Unterschied!
In diesem Fall zeigen die Wasserwerfer nicht auf die Gegendemonstranten, sondern auf den eigentlichen “Marsch der Unabhänigkeit“. Weil dieser wie gesagt nicht nur aus „harmosen“ Nationalisten besteht. Man hat sich Verstärkung geholt: Aus dem Ausland und vor allem aus den polnischen Fußballstadien.  Und die Hooligans, die hier mit marschieren, haben es eigentlich nur darauf angelegt, sich endlich prügeln zu dürfen. An die Gegendemonstranten kommen sie aber nicht heran, die Polizei steht im Weg. Macht nichts, mit denen kann man sich ja auch prügeln. Und so eskaliert an diesem tag die Gewalt, ohne dass wir bei der Gegendemo davon in besonderer Weise betroffen sind. Der Marsch muss umgelenkt werden, später die Nachricht: Der Marsch bleibt zwar legal, doch die Versammlung der Nationalisten ist inzwischen für illegal erklärt worden. Doch am Denkmal Dmowskis brodelt es, Steine fliegen, Streifenwagen brennen.
Das alles habe ich nicht live miterlebt (Gott sei Dank...) Aber als ich nach Hause kam, saß Ania vor dem Fernseher und hat die Nachrichten verfolgt. Und bis tief in die Nacht (um halb 1 hab ich dann den Fernseher irgendwann ausgemacht....) waren die polnischen Nachrichten voll von den Ereignissen des Tages. Scheinbar hat niemand mit einem solchen Ausgang gerechnet. 210 Menschen wurden verhaftet, davon 92 Deutsche (es ist nicht ganz klar, zu welcher Seite die gehörten... Mal hört man, die deutsche Antifa sei für große Teile der gewaltsamen Ausschreitungen verantwortlich, dann wieder heißt es, sie seien gleich bei der ersten Gelegenheit verhaftet worden, um ihnen keine Möglichkeit zu geben, gewalttätig zu werden. Und auch die Anwesenheit deutscher Nazis bei dieser Demo würde ich jetzt per se mal nicht ausschließen....), 40 verletzte Polizisten, jede Menge zerbrochener Scheiben, zwei ausgebrannte Übertragungswagen des polnischen Fernsehsenders tvn, und und und....
Doch vielleicht... ja, vielleicht bewegt das jetzt etwas im Bewusstsein der polnischen Öffentlichkeit. Und der Politik. Vielleicht ist die stundenlange Berichterstattung ein erstes Zeichen. Vielleicht hat man jetzt endlich erkannt, dass es in Polen durchaus ein Problem mit Rechtsextremismus gibt, und das dagegen etwas getan werden muss.
Zumindest soll jetzt schon mal etwas am Demonstrationsrecht geändert werden. Bisher war es in Polen – anders als in Deutschland – nicht verboten, bei Demonstrationen sein Gesicht zu Vermummen. Und auch Feuerwerkskörper waren legal. Nun denkt Ministerpräsident Donald Tusk darüber nach, dies zu ändern.
Ich kann mich noch nicht ganz entscheiden, was ich von der ganzen Sache halte.
Zum einen ist es traurig, dass die Gegendemo dieses Jahr nur etwa halb so groß war, wie 2010. Agnieszka und ihre Freunde meinen, das liegt wohl daran, dass letztes Jahr einige Leute doch ordentlich was abbekommen haben. Deswegen sind Viele dieses Jahr vorsichtiger, haben Angst. Zum anderen finde ich es erschreckend, wie dieser “Marsch der Unabhängigkeit“ innerhalb eines Jahres von 3000 auf 10000 Menschen anwachsen konnte (in dem Zusammenhang ist die schrumpfende Gegendemo noch beängstigender).
Ein sehr deutlicher Unterschied zwischen der polnischem Gegendemo und dem, was wir so aus Deutschland kennen, war wohl auch das Ziel. Die Blockade wollte erreichen, dass die Nationalisten von ihrer geplanten Route abweichen müssen. Das haben sie geschafft. Es ging aber nicht darum, den Marsch gar nicht vorankommen zu lassen. Natürlich, das geht auch nicht ohne Zusammenstöße. Und die würde ich glaube ich bei den Relationen auch tunlichst vermeiden wollen... Und es ist gut, dass es diesen Protest gibt. Ich drücke die Daumen, dass er auf fruchtbaren Boden fällt. Wir werden sehen. Zumindest waren die Nachrichten bis spät in die Nacht voll mit Bildern der Ausschreitungen und Kommentaren von vielen verschiedenen Seiten - Organisatoren, Gegner, Politiker, Journalisten, und so weiter. Das ist neu. Vielleicht bewirken die Ereignisse dieses Tages ja tatsächlich etwas, im Bewusstsein der Politiker und vor allem im Bewusstsein der Gesellschaft. Bisher war man ja davon ausgegangen, Polen habe kein Problem mit Fremdenhass, mit Rassismus und Antisemitismus. Und nun stellt man auf einmal fest, dass es keinesfalls die deutsche Antifa war, die sich hier aus lauter Polenfeindlichkeit mit der polnischen Polizei geprügelt hat (Wie das Herr Jarosław Kaczyński ja sofort hat verlauten lassen), sondern eben polnische Rechte. Hoffen wir, dass das auf Dauer etwas bewegt.

So, das war mein großes Abenteuer dieses Wochenende. Und drumherum noch ein bisschen Spazieren in der Warschauer Novembersonne (ja, ich bin auch überrascht, aber es gibt sie), Grzane Wino (Glühwein) im W Oparach Absurdu (meiner allerliebsten Warschauer Lieblingskneipe :)  ), Piwo (Bier) im Plan B (die gehört auch mit auf die Liste der liebsten Kneipen!) und ein sehr sehr leckeres Frühstück in einem neuen Laden, dem „Chleb i Wino“ (Brot und Wein). Und spätestens als wir da drin waren, war die Erkenntnis nicht mehr zu leugnen: Auch Warschau ist voller Hipster.

Samstag, 5. November 2011

Farbenspiel des Winds

Der Herbst is da. (Wenn es nicht sogar schon mit Siebenmeilenstiefeln auf den Winter zugeht...)
Bunte Farben überall, die Sonne scheint und lässt die Blätter der Bäume in ihrer ganzen Farbenpracht strahlen. Man sieht sich um und sieht sich der enormen Vielfalt des Farbenspektrums gegenüber: Rotbraun, Goldgelb, Weinrot, Orange, hier und da ein bisschen Grün und Braun, Lila, Blau....

Moment.
Lila? Blau?
Ja. Aber nicht an den Bäumen. Eher an meinem rechten Oberarm. (Am linken auch, und an den Schienbeinen. Aber was da an meinem rechten Oberarm zu sehen ist, ist ein wirklich prachtvoller Vertreter seiner Art.)
Und diese Dynamik. Dieses "Farbenspiel", im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Anmut, die Intensität... DAS ist wahre Kunst.


Am Abend des Geschehens. Blau, mit einem Hauch Lila. Was ist das?


Tag 2. Intensiveres Lila, mit einem leichten Einstich ins Rote. Ein Hauch Grün. Wie ein Sonnenuntergang.



Beinahe eine Woche ist vergangen. Die Farben verschwinden, es dominiert ein satter Braunton. Der Herbst nähert sich seinem Ende. So schließt sich der Kreis. Bald wird das prächtige Farbenschauspiel voll und ganz verschwunden sein.

Die Natur schafft es doch immer wieder, uns Menschen mit ihrer Schönheit zu beeindrucken.
Schön.